Wie groß sollte ein Legenest sein? Ein zu kleines Nest, in das die Henne nur mit Mühe hineinpasst, wird von einer Henne nicht angenommen, und ein zu großes Nest führt unweigerlich zu Eierbruch, da sich mehrere Hennen gleichzeitig in das Nest zwängen.
Die Größe des Legenestes ist also abhängig von der Größe der Hennen. So benötigt man bei einem kleinen Zwerghuhn wie einem Bantam oder Serama natürlich ein kleineres Nest als bei einem großen Huhn wie z.B. einem Lachshuhn, Brahma oder Cochin.
Während leichte Hühnerrassen ein Nest in luftiger Höhe gut anfliegen können, sollte für große und schwere Hennen das Nest nicht allzu hoch angebracht werden, und in jedem Fall mit einer Leiter oder einer Anflugstange ausgerüstet sein. Jedoch wird auch ein Nest in Bodennähe von allen Rassen gut angenommen, dabei bietet es sich an, das oder die Nester unter dem Kotbrett, über dem sich die Sitzstange befindet, zu platzieren. So stehen die Nester geschützt, und werden von oben nicht verschmutzt, da der Kot auf dem Kotbrett landet. Zeitgleich stehen die Nester geschützt vom Rest des Stalls und etwas abgedunkelt. Diese Anordnung bietet den Vorteil, dass man das Dach vom Legenest nicht abschrägen muss, um zu verhindern, dass die Hennen das Dach als Sitzplatz nutzen und zukoten.
Diese Bauanleitung ist ein simples Doppel-Legenest, dass sich auch für einen Anfänger leicht nachbauen lässt, und welches groß genug ist für unsere großen Lachshühner.
Wir haben unsere Nester aus Siebdruckplatten gebaut, da das Material zwar etwas teurer, dafür aber langlebig und leicht zu reinigen ist.
Zum Schluss noch ein wichtiger Tipp: Verzichtet besser auf Holzspäne, Stroh oder Heu im Legenest. Auch wenn Stroh und Heu romantisch aussehen, können sie bei Feuchtigkeit schnell schimmeln und bieten ideale Bedingungen für Milben und andere Parasiten. Die feuchte Wärme, die Hennen beim Legen über ihr Gefieder abgeben, schafft ein besonders günstiges Klima für Parasiten.
Außerdem scharren viele Hennen Stroh oder Heu aus dem Nest, sodass die Eier anschließend direkt auf dem harten Holzboden liegen und beschädigt werden können.
Damit die Eier weich landen und sich Parasiten im Legenest nicht wohlfühlen, verwenden wir unser Lignocellulose-Granulat nicht nur im Stall, sondern auch großzügig in den Legenestern.
Die beste Einstreu für den Hühnerstall und die Legenester ist diejenige, die Feuchtigkeit zuverlässig bindet, hygienisch bleibt und sich langfristig in der Praxis bewährt. Selbst wenn einmal etwas Kot oder ein Ei im Nest beschädigt wird, sorgt die richtige Einstreu für Sauberkeit und trägt entscheidend zur Gesundheit und zum Wohlbefinden der Hühner bei.
