Rote Vogelmilbe

Wissenschaftlicher Name: Dermanyssus gallinae

Art: Rote Vogelmilbe

Größe in mm: Männchen 0,6 x 0,3, Weibchen 0,7 x 0,4

Farbe: rot bis dunkel

Entwicklungsdauer: >5 Tage, temperaturabhängig

Fundort: temporär nachts

Symptome: Anämie, Unruhe, Schreckhaftigkeit, Todesfälle

Wirt: Huhn, Mensch, Säugetiere

Beinpaare: 4

Systematik:

Unterklasse: Milben (Acari)

Ordnung: Mesostigmata

Kohorte: Raubmilben (Gamasina)

Familie: Dermanyssidae

Gattung: Dermanyssus (Vogelmilben)

Art: Rote Vogelmilbe

Die Rote Vogelmilbe zählt zur Gruppe der Milben und ernährt sich parasitär vom Blut der Hühner. Sie ist nicht auf bestimmte Wirte spezialisiert, sondern befällt Geflügel wie Hühner genau so wie Sing- und Ziervögel.

Als Fehlwirte befällt die Rote Vogelmilbe auch Säugetiere und Menschen.

Die Rote Vogelmilbe bewegt sich sehr schnell und übersteht Hungerperioden von bis zu sechs Monaten. Sie vermehrt sich über Eier, die sich über ein Larvenstadium und zwei Nymphenstadien, in denen keine Nahrung aufgenommen wird, innerhalb von zwei Wochen zur adulten Milbe entwickeln.

Diese Entwicklung läuft nur bei Temperaturen über 9°C ab, weswegen Befall vor allem in den Sommermonaten vermehrt auftritt.

Sie befällt die Hühner nur nachts, tagsüber versteckt sie sich in Ritzen und Nischen, in Decken und Wänden, unter Tränken und Futterautomaten, in Nestern und unter Sitzstangen.

Hier bilden sie regelrechte, rote oder graue Beläge. Ohne Nahrung sind die Milben grau gefärbt, und werden daher auch 'Graue Milben' genannt.

Bei starkem Befall oder bei brütenden Hennen findet man sie auch tagsüber auf dem Tier.

Die Schadwirkung der Roten Vogelmilbe besteht zum einen im Saugen von Blut, und der damit verbundenen Anämie der Tiere, besonders Küken, Jungtiere und brütige Hennen können durch die ständige Blutabnahme schon bei mäßigem Befall sterben.

Auf der anderen Seite übertragen die Roten Vogelmilben auch Viren, Bakterien und Parasiten mit ihrem Biss.

Befallene Tiere kratzen sich ständig gereizt das Gefieder, an den Bissstellen kommt es zu Entzündungen mit langanhaltendem Juckreiz. Die Haut schwillt an, wird schuppig und verkrustet, einzelne Hautpartien lösen sich nach und nach ab.

Die Tiere sind aufgrund der Blutarmut und des reduzierten Immunsystems geschwächt und anfällig für andere Krankheiten, Aufzucht und Legeleistung sind beeinträchtigt.


Ein Befall lässt sich leicht mit doppelseitigem Klebeband unter den Sitzstangen nachweisen ('Milbenfalle').












Quelle: WIKIPEDIA

Dermanyssus gallinae (Acarina, Mesostigmata, Dermanyssidae). Ácaro rojo del pollo. Fotomicrografía. Fotografía: Luis Fernández García. 2007-03-16